Das Schreiben von Weihnachtskarten hat seine Wurzeln im 19. Jahrhundert und ist eng mit der industriellen Revolution und der Entwicklung der Drucktechnik verbunden. Bevor Weihnachtskarten populär wurden, tauschten Menschen handgeschriebene Briefe aus, um festliche Grüße zu übermitteln.
Die Tradition des Weihnachtskartenschreibens, wie wir sie heute kennen, begann in Großbritannien, als Sir Henry Cole, ein einflussreicher Geschäftsmann und Kunstförderer, 1843 die erste kommerzielle Weihnachtskarte in Auftrag gab. Diese Karte zeigte eine festliche Szene mit einer Familie und trug die Aufschrift “A Merry Christmas and a Happy New Year to You.” Die Idee war, eine schnelle und einfache Möglichkeit zu schaffen, um in der geschäftigen Weihnachtszeit Grüße zu versenden. Diese Karten wurden bald populär und die Tradition breitete sich schnell in ganz Europa aus.
In Deutschland begann das Weihnachtskartenschreiben im späten 19. Jahrhundert, als die industrielle Produktion von Karten preiswerte und leicht verfügbare Grußkarten ermöglichte. Die Entwicklung der Lithografie und später des Offsetdrucks machte es möglich, qualitativ hochwertige Karten in großen Mengen herzustellen. Deutsche Karten waren oft reich verziert mit traditionellen weihnachtlichen Motiven wie Engel, Tannenbäume, und winterlichen Landschaften.
Die Praxis des Weihnachtskartenschreibens wurde besonders nach dem Ersten Weltkrieg populär, als Menschen nach Wegen suchten, um ihre Gefühle und Wünsche in einer schwierigen Zeit auszudrücken. Es wurde zu einem wichtigen Mittel, um Kontakte zu pflegen und Festtagsfreude zu teilen, insbesondere in einer Zeit, in der persönliche Treffen oft nicht möglich waren.
Heute ist das Schreiben von Weihnachtskarten ein weit verbreiteter Brauch in Deutschland. Es bietet eine persönliche Note, die digitale Grüße oft vermissen lassen, und ist ein Zeichen der Wertschätzung und des Denkens an andere. Viele Menschen setzen sich in der Adventszeit hin, um handgeschriebene Karten zu verfassen und damit ein kleines Stück festlicher Freude zu verbreiten. Die Tradition hat sich im Laufe der Jahre zwar gewandelt, bleibt aber ein bedeutender Teil der weihnachtlichen Feierlichkeiten.
Der Adventskalender für gute Taten ist eine relativ moderne Variation des traditionellen Adventskalenders, die darauf abzielt, die Vorweihnachtszeit durch freundliche und wohltätige Aktionen zu bereichern. Die Ursprünge des klassischen Adventskalenders reichen ins 19. Jahrhundert zurück, als deutsche Protestanten begonnen haben, die Tage im Dezember bis Weihnachten durch das Anzünden von Kerzen oder das Kreiden von Strichen an der Wand zu zählen. Die erste gedruckte Version eines Adventskalenders wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Gerhard Lang in München veröffentlicht.
Die Idee eines Adventskalenders, der statt Schokolade oder kleiner Geschenke tägliche gute Taten enthält, entstand im Zuge moderner Entwicklungen in der Erziehung und sozialen Verantwortung. Dieser Ansatz reflektiert eine verstärkte gesellschaftliche Betonung auf das Geben und die Gemeinschaftspflege, besonders während der festlichen Jahreszeit.
Ein solcher Kalender kann sowohl in Familien als auch in Schulen oder Gemeinschaftsgruppen eingesetzt werden, um Kinder und Erwachsene gleichermaßen dazu zu ermutigen, kleine Akte der Freundlichkeit und des Altruismus zu praktizieren. Beispiele für gute Taten könnten das Helfen von Nachbarn, das Spenden von Spielzeug oder Kleidung an Bedürftige, das Schreiben von Dankeskarten oder das Pflanzen eines Baumes umfassen.
Die Idee hat in den letzten Jahrzehnten an Popularität gewonnen, insbesondere durch die Förderung von Wohltätigkeitsorganisationen und Bildungseinrichtungen, die auf die positiven Auswirkungen von sozialem Engagement hinweisen. Adventskalender für gute Taten sind oft kreativ gestaltet und können handgefertigt oder kommerziell erhältlich sein. Sie bieten eine Möglichkeit, die oft konsumorientierte Weihnachtszeit zu einer Zeit der Reflexion, des Gebens und der Achtsamkeit zu machen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Adventskalender für gute Taten eine Erweiterung der traditionellen Adventskalenderidee ist, die die Werte der Nächstenliebe und Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt. Durch tägliche kleine Taten des Guten kann die Adventszeit zu einer Zeit des bewussten Engagements und der positiven Veränderung werden, was den Geist der Weihnacht auf eine tiefere Ebene bringt.

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Die Tradition des Weihnachtsbaums hat eine lange Geschichte, die tief in der deutschen Kultur verankert ist. Ursprünglich stammen die Anfänge des Weihnachtsbaums aus heidnischen Bräuchen, bei denen immergrüne Pflanzen während der Wintersonnenwende als Symbol für Leben und Hoffnung verwendet wurden. Diese Tradition wurde später von christlichen Bräuchen übernommen und weiterentwickelt.
Der Weihnachtsbaum, wie wir ihn heute kennen, fand seinen Ursprung im 16. Jahrhundert in Deutschland. Die ersten dokumentierten Hinweise auf geschmückte Weihnachtsbäume stammen aus Straßburg im Jahr 1605. Dort stellten die Menschen Tannenbäume in ihre Häuser und dekorierten sie mit Äpfeln, Nüssen und anderen süßen Leckereien. Diese Dekorationen sollten den Baum schmücken und gleichzeitig symbolisch für das Paradies stehen.
Ein besonders emotionaler Aspekt des Weihnachtsbaums ist die Idee des „Weihnachtsbaums der Erinnerungen“. Diese Tradition hat sich im Laufe der Jahre entwickelt und ist besonders in Familien verbreitet, die den Baum nicht nur als festliches Symbol, sondern auch als Ort der Erinnerung und Besinnung nutzen. Jeder Schmuckgegenstand am Baum kann eine eigene Geschichte erzählen – ob es nun handgefertigte Ornamente sind, die Generationen überdauert haben, oder besondere Erinnerungsstücke, die an geliebte Personen erinnern.
Während des 19. Jahrhunderts verbreitete sich der Weihnachtsbaum über Deutschland hinaus und fand seinen Weg in viele andere Länder. Der Brauch wurde durch die deutsche Aristokratie und später durch die breite Bevölkerung getragen. Besonders die Verbreitung nach England und in die USA trug dazu bei, dass der Weihnachtsbaum heute ein weltweit anerkanntes Symbol für Weihnachten ist.
In Deutschland bleibt der Weihnachtsbaum ein zentrales Element der Weihnachtsfeierlichkeiten. Er bringt Familien zusammen und schafft eine Atmosphäre der Wärme und Gemeinschaft. Jedes Jahr wird der Baum mit neuen und alten Schmuckstücken geschmückt, und so werden Geschichten weitergetragen und Erinnerungen lebendig gehalten. Der Weihnachtsbaum der Erinnerungen ist ein lebendiges Symbol für die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft, vereint in der festlichen Zeit des Jahres.

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Weihnachten wird weltweit gefeiert, viele Bräuche ähneln den bei uns üblichen. Doch einige Länder